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mmind.ai bewegt sich an der Schnittstelle von Innovation, KI und Weiterbildung. Für ein konkretes Vorhaben sollte im Workshop präziser herausgearbeitet werden, für wen das Angebot besonders relevant ist, welcher Nutzen im Vordergrund steht und wie der Marktzugang sinnvoll aufgebaut werden kann.

Genau diese Fragen entscheiden darüber, ob aus einer inhaltlich starken Idee ein tragfähiges Angebot wird.

Im Zentrum stand deshalb nicht die Entwicklung weiterer Features, sondern die Schärfung von Zielgruppe, Nutzenversprechen und Vertriebslogik.

Ein Tag von der Standortbestimmung bis zur Validierung

Am 10. August 2026 arbeitete das Team gemeinsam mit dockyard.ventures GmbH an diesem Prozess. Moderiert wurde der Workshop von Julian Thuile. Er fand im Rahmen des Projekts MMIND statt und wurde über Erasmus+ und AIBA gefördert.

Die Arbeit begann mit einer Standortbestimmung: Wofür steht das Vorhaben? Welche Kompetenzen und Zugänge sind vorhanden? Welche Einsatzfelder sind besonders attraktiv und realistisch erreichbar?

Darauf aufbauend wurden Zielgruppen priorisiert und passende Ideal Customer Profiles beschrieben.

Nutzenversprechen statt allgemeiner Botschaften

Ein wichtiger Schwerpunkt lag auf der Frage, welcher konkrete Nutzen für die einzelnen Zielgruppen im Vordergrund steht.

Dafür wurden Probleme, Aufgaben und gewünschte Ergebnisse je Zielgruppe strukturiert betrachtet und in klare Value Propositions übersetzt.

Anschliessend ging es um das Geschäftsmodell selbst: Welche Ertragslogik ist sinnvoll? Über welche Kanäle lassen sich potenzielle Kunden erreichen? Und wie sieht der Weg von der ersten Aufmerksamkeit bis zur Nutzung aus?

Mit dem AAARRR-Funnel wurde dieser Weg strukturiert und für die einzelnen Stufen mit Zielen und Kennzahlen hinterlegt.

Aus Annahmen werden konkrete Tests

Ein zentraler Teil des Workshops war die Identifikation kritischer Annahmen.

Statt diese einfach vorauszusetzen, wurden sie nach Relevanz und vorhandener Evidenz priorisiert und mit passenden Validierungsmethoden verbunden.

Dazu gehörten unter anderem qualitative Interviews, User Surveys, Landing-Page-Tests, Fake-Door-Ansätze, Dry-Wallet-Tests und Concierge-Formate.

So entstand aus einer strategischen Diskussion eine konkrete Logik dafür, was als Nächstes getestet werden sollte.

Mehrere KI-Werkzeuge im Zusammenspiel

Im Training kamen Claude, ChatGPT, Gemini und Google NotebookLM zum Einsatz.

Claude unterstützte vor allem bei Segmentierung, Value Proposition und Hypothesenbildung. ChatGPT wurde für Formulierungsvarianten und die Gegenprüfung von Ergebnissen genutzt. Gemini ergänzte die Arbeit durch Recherche und multimodale Analyse.

NotebookLM diente dazu, die Ergebnisse des Workshops strukturiert aufzubereiten und als gemeinsame Wissensbasis verfügbar zu machen.

Der zentrale Lernpunkt lag nicht in einem einzelnen Tool, sondern im Zusammenspiel: welches Werkzeug sich für welchen Arbeitsschritt eignet und wie Ergebnisse miteinander verglichen und fachlich geprüft werden.

Was nach dem Training entstanden ist

Am Ende des Tages lagen unter anderem vor:

  • eine dokumentierte Standortbestimmung mit WHY, Kompetenzen und Zugängen

  • priorisierte Einsatzfelder mit beschriebenen Ideal Customer Profiles

  • formulierte Value Propositions je Zielgruppe

  • ein skizziertes Geschäftsmodell mit Ertragslogik

  • ein ausgearbeiteter AAARRR-Funnel mit Kanälen und Kennzahlen

  • kritische Annahmen mit passenden Validierungsmethoden

  • eine Action List mit Verantwortlichkeiten

Wichtiger als diese einzelnen Ergebnisse ist jedoch die Methode dahinter.

Das Team kann den Prozess künftig auf weitere Angebote und Zielgruppen übertragen und neue Markthypothesen eigenständig mit Unterstützung von KI prüfen.

„Sehr strukturiert und praxisnah, wir konnten jede Methode sofort am eigenen Fall anwenden.“

KI in der Praxis: Marktbearbeitung systematisch schärfen

Das Praxisbeispiel von mmind.ai zeigt, wie KI strategische Marktarbeit unterstützen kann.

Nicht indem Entscheidungen automatisiert werden, sondern indem Zielgruppen, Botschaften, Annahmen und nächste Schritte klarer strukturiert werden.

So wird aus einer guten Idee ein Angebot, das gezielter getestet, weiterentwickelt und in den Markt gebracht werden kann.